Direkt aus dem dpa-Newskanal
St. Martin (dpa/lrs) – Mit einer festlichen Prozession durch das historische Zentrum hat der pfälzische Wein- und Luftkurort St. Martin seinen Namenspatron St. Martin gefeiert. Begleitet von hunderten Teilnehmern brachten vier Träger eine große hölzerne Statue des barmherzigen Reiters am Montag zu einem Weingut. Am Abend war im Ort ein Laternenumzug geplant, danach sollten das traditionelle Martinusspiel und die Verlosung von Gänsemenüs folgen.

Die aus Eichenholz geschnitzte Martinus-Statue war 1980 vom Weinbauverein gestiftet worden. 2017 habe der Ort (Südliche Weinstraße) die Prozession vom traditionellen Weinfest abgetrennt, sagte Bürgermeister Timo Glaser (CDU). “Die Feierlichkeiten waren zuvor im allgemeinen Trubel untergegangen. Der 11.11. ist unser lokaler Feiertag.” Am Martinstag begehen Winzer und Landwirte in St. Martin ebenfalls Erntedank.
Auch an anderen Orten in Rheinland-Pfalz waren Feiern zum 11.11. geplant. Dazu gehören meist der reitende Martin, der seinen Mantel teilt, ein Laternenumzug sowie ein Martinsfeuer und Gaben an Kinder.
Am Martinstag feiern Christen den Heiligen St. Martin als Schutzpatron der Armen. Der Legende nach teilte der in Ungarn geborene Martin von Tours als junger Soldat seinen Mantel mit einem frierenden Bettler. Die barmherzige Tat, die sich im 4. Jahrhundert zugetragen haben soll, wurde als Sinnbild der Nächstenliebe populär. Ein Jahrhundert später sprach die katholische Kirche Martin heilig.